Lehrerin mit Leib und Seele – Doris Eckl wird in Inzell nach 40 Jahren verabschiedet


Einen ganz besonderen Abschied als Lehrerin erlebte Frau Doris Eckl in der Grund- und Mittelschule in Inzell. Mit stehenden Ovationen und lange anhaltendem Applaus dankten ihr die Schüler und das Kollegium um Rektorin Elke Thurmayr für ihre jahrelange Tätigkeit in Inzell, bei der sie viele Freunde gewonnen hat. Die stellvertretende Schulleiterin Doris Eckl geht nun in den verdienten Ruhestand, kann es sich aber durchaus vorstellen, in Zukunft noch stundenweise zu unterrichten.

In der Aula der Schule begrüßte Elke Thurmayr Inzells Bürgermeister Hans Egger, den evangelischen Pfarrer Thomas Seitz, die Kollegen und die Schüler aus Inzell. Eigentlich wollte Doris Eckl keine große Verabschiedung, doch „gar nichts machen geht nicht; ich verspreche Ihnen, mich kurz zu fassen“, so Thurmayr.

Freiwillig ein halbes Jahr drangehängt

Als es zu Beginn des Jahres hieß, es mangelt an Lehrerstellen im Landkreis Traunstein, hat sich Frau Eckl spontan entschieden, ihren Ruhestand um ein halbes Jahr nach hinten zu verschieben und ihre 2.Klasse bis zum Ende des Schuljahres zu unterrichten. „Ein herzlicher Dank dafür und auch wie Sie nach Ihren vielen Lehrerjahren nie müde wurden und es sichtlich genossen Lehrerin zu sein, ist bewundernswert. Das wurde auch beim letzten Sportfest deutlich, wie Sie mit allen Kindern immer wieder Fangen spielten und so die Pausen überbrückten“, so die Rektorin. Thurmayr lobte  Eckls Unterstützung als stellvertretende Schulleiterin und ihr Engagement im Fach Englisch, das ihr sehr am Herzen lag. Als sie sich im Winter den Arm brach, blieb sie nicht lange zu Hause, sondern suchte baldmöglichst wieder den Weg in die Schule zu ‚ihren‘ Kindern. „Was soll ich denn daheim bleiben, da fällt mir doch die Decke auf den Kopf und hier in der Schule kann ich wenigstens was bewirken“, so Doris Eckl, wobei auch deutlich wurde, wie gern sie Lehrerin ist.

Im letzten Schuljahr begleitete sie die Golfkinder beim dem Schulprojekt „Abschlag Schule“ an 15 Nachmittag und entdeckte hierbei auch ihre Liebe zum Golf. Das Golffieber hat sie nun gepackt und dabei hat sie auch ihren Mann angesteckt. Die neue Freizeit kann dafür nun ausgiebig genutzt werden.

Riesenapplaus und ein großer Dank

Elke Thurmayr überreichte Doris Eckl als Zeichen der Dankbarkeit und Wertschätzung  ein kleines Präsent mit Blumen und die Entlassungsurkunde  des Ministeriums. Mit ewig anhaltendem Applaus fiel der Dank der Schüler mehr als herzlich aus und nicht nur Doris Eckl war sehr gerührt, sondern auch viele andere Gäste.

Bürgermeister Hans Egger dankte der langjährigen Lehrkraft für ihren Einsatz. „Sie waren an der Inzeller Schule seit 1978 unsere Lehrerin für die ersten beiden Klassen und haben die vielen Änderungen im Bildungssystem miterlebt und bestens umgesetzt. Im Kollegium waren Sie eine geachtete und gern gesehene Lehrerin und auch bei den Schülern sehr beliebt. Hierfür mein herzlicher Dank seitens der Gemeinde“. Das Gemeindeoberhaupt wünschte ihr alles erdenklich Gute zum wohlverdienten Ruhe- und Unruhestand. Egger dankte auch der Schulleitung, dem Elternbeirat und dem Förderverein für den Einsatz rund um die Schule, speziell beim Mitwirken der Pausenhofgestaltung und den Bayerischen Staatsforsten für die Unterstützung während des Schuljahres und der 6.Klasse für den Bau des Labyrinthes am Bergwalderlebnispfad.

Geschenke wurden Doris Eckl auch von den beiden Klassenelternsprechern Evelyn Liedl und Lars Kollmann überreicht sowie von Claudia Dobbertin  als Vorsitzende des Elternbeirates. Sehr gerührt war Eckl auch über die Rosen, die ihr von jedem Kind aus ihrer Klasse überreicht wurden. Ihren Dank für die letzten Jahre richtete sie an Rektorin Elke Thurmayr. „Eine Chefin, die selber ein Kind hat, ist ein Glücksgriff für die Schule. Es war immer sehr angenehm, mit ihr zu arbeiten und alles auszudiskutieren. Jeder konnte seine Meinung einbringen. Besser kann man es sich nicht wünschen, es ist schon fast eine ‚Insel der Glückseligen‘ in Inzell“. Sie dankte auch dem Kollegium  für die Unterstützung und Evelyn Liedl, die immer zur Verfügung stand, wenn etwas zu tun war.

 

letzte Worte

Frau Doris Eckl (li.) wurde als Lehrerin in Inzell in den Ruhestand verabschiedet und richtete mit schwerem Herzen ihre letzten Worte an die Schüler und das Kollegium. Rektorin Elke Thurmayr nimmt schweren Herzen Abschied von ihrer Stellvertreterin und einer sehr beliebten Kollegin.

 

nachdenklich

Sehr bewegt und nachdenklich waren die Besucher ob der Verabschiedung von der stellvertretenden Schulleiterin Doris Eckl (3.v.li.). Mit ihr bedrückt waren v.li. die Vorsitzende des Elternbeirates Claudia Dobbertin, Schulsekretärin Gitti Hobmaier, die Vorsitzende des Fördervereins Ulrike Lackner-Scharfenberg, Renate Michaelis (Mittagsbetreuung) und Bürgermeister Hans Egger.

 

Klasseneltern

Zum Dank für die gute Zusammenarbeit bekam Lehrerin Doris Eckl (li.) von den beiden Klassenelternsprechern Evelyn Liedl und Lars Kollmann ein Geschenk für ihren Ruhestand überreicht.

 

Klassenlied

Zum Abschied für Frau Eckl hatte ihre Klasse 2a eigens ein Lied einstudiert. Begleitet wurden sie dabei von Rektorin Elke Thurmayr auf der Gitarre.

 

Helmuth Wegscheider

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