Kindersicherheitsolympiade „Safety Tour“


Tolles Erlebnis für die Grundschüler der 4.Klassen Kindersicherheitsolympiade – SAFETY-Tour am Ruhpoldinger Sportplatz

Das Bezirksfinale der EuRegio SAFETY Tour 2017 fand in diesem Jahr auf dem Sportplatz in Ruhpolding statt und mit dabei waren neben 13 Volksschulen (jeweils 4.Klasse) aus dem Landkreis Traunstein mit Neukirchen auch eine Schule aus dem Berchtesgadener Land am Start. Bereits zum 18. Mal veranstaltet der Salzburger Zivilschutzverband die SAFETY-Tour in Zusammenarbeit mit dem Land Salzburg, der EuRegio und den beiden Landkreisen TS und BGL. Diese Sicherheitsolympiade ist ein Markenzeichen für eine Länderübergreifende Sicherheits- und Präventionsarbeit mit einem sehr hohen pädagogischen Stellenwert für insgesamt knapp 4000 Kinder der vierten Klassen der Grundschulen. Spielerisch wird den Schülern das Thema Sicherheit nähergebracht und ihnen der Umgang in Notsituationen erklärt. Das Landesfinale wird am 01.Juni in Wals Siezenheim durchgeführt. Ruhpoldings Bürgermeister Wolfgang Pichler begrüßte die vielen Schüler mit ihren Lehrern, wies auf die Notwendigkeit der richtigen Verhaltensweisen bei Gefahrensituationen hin und wünschte allen Teilnehmern alles Gute. Manfred Rothschädl, der Präsident des Zivilschutzes in Salzburg lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Österreich und Bayern. „Wir arbeiten jetzt schon lange Jahre mit Bayern zusammen und das Miteinander ist wirklich beispielhaft“. Ein Einsehen hatte auch der Wettergott, denn oftmals ließ sich die Sonne blicken und die Regenbekleidung konnte im Rucksack bleiben. Für die Teilnahme an der SAFETY-Tour werden die Euregio Schulen angeschrieben und diese können dann ihre 4.Klassen melden. Am Start waren letztlich die Schulen aus Altenmarkt, Anger, Inzell, Kienberg, Marquartstein, Neukirchen, Palling, Ruhpolding, Surberg, St. Georgen, Tacherting, Trostberg und Vachendorf. Jede Schulklasse bekam zur besseren Erkennung und wegen der Gruppendynamik ein T-Shirt mit eigener Farbe und so herrschte ein ‚buntes Treiben‘ auf dem Ruhpoldinger Sportplatz. Bei den einzelnen Stationen in Ruhpolding mit Schnellraterunden, Fahrradparcours, Gefahrstoffpuzzles, sowie Lösch- und Sicherheitsbewerben wurde den Kindern das notwendige Wissen für den Ernstfall vermittelt. Neben dem großen Spaß, den die Kinder dabei haben, steht das Erlernen von praktischen Fähigkeiten und die Geschicklichkeit beim Umsetzen von Hilfemaßnahmen in Notsituationen im Mittelpunkt. Klassen messen sich untereinander Immer zwei Klassen traten bei den verschiedenen Übungen gegeneinander an und wer am Ende der vier Stationen die meisten Punkte gesammelt hatte, ging als Sieger hervor. Die zwei besten Mannschaften qualifizierten sich für das Landesfinale in Wals-Siezenheim. Klarer Gesamtsieger wurde die Grundschule aus Neukirchen vor der Grundschule aus Marquartstein. Die Gastgeber aus Ruhpolding (Klasse 4b mit fünf Schülern der 4a) mit Lehrerin Simone Maier landeten auf dem dritten Platz. Im Mittelfeld platzierten sich die beiden Klassen (4a und 4b) aus der Nachbar- und Verbundschule Inzell mit den Lehrerinnen Birgit Gangkofner und Heidi Fischer. Auch wenn nicht alle Klassen ganz vorne sein konnten, war dennoch der Spaß groß und alle hatten viel Freude bei den verschiedenen Aufgaben. Die Zusammenarbeit der Grund- und Volksschulen der Landkreise BGL und TS mit den Volksschulen der Salzburger Bezirke hat sich in den letzten Jahren bestens bewährt, so der
Zivilschutzpräsident Manfred Rothschädl. Dieses EuRegio Projekt ist 2009 entstanden und wurde über die Jahre immer weiter verbessert. Für die Kinder ist es eine Allgemeinausbildung und Schulung fürs Leben. Welche Notrufnummern muss ich wählen, um Hilfe zu holen? Wie bedient man einen Feuerlöscher? Was bedeuten die vielen Schilder im Straßenverkehr und die Gefahrenzeichen im Alltag? Diese und viele lebensrettenden Maßnahmen werden den Kindern bei der SAFETY Tour spielerisch vermittelt. Zwischen den Stationen hatten die Schüler auch die Gelegenheit vor Ort bei einem gestellten Unfall mit dabei zu sein (das Jugendrotkreuz betreute einen Jungen nach Rollerunfall), wobei die Arbeit der vielen Rettungskräfte mit Notarzt, Feuerwehr und Polizei zu sehen war. Zudem konnten bei den vielen aufgebauten zusätzlichen Einlagen die Schüler die stabile Seitenlage üben, auf einem Fahrradsimulator unterschiedliche Straßensituationen nachfahren, beim Verkehrsquiz teilnehmen oder auch mit den Schläuchen der Feuerwehr die verschiedenen Strahlrohre ausprobieren. Besonders spannend war die Vorführung der Polizei, bei der ein ausgebildeter Polizeihund (die Ausbildung des Hundes dafür dauert zwei Jahre) einen ‚Bankräuber‘ zur Strecke brachte. Ein weiterer Höhepunkt war die Vorführung der Feuerwehr bei einem ‚Fettbrand‘ mit einer Stichflamme über fünf Meter hoch. Die Begeisterung der Schüler diesbezüglichwurde durch die vielen Zugaberufe deutlich. Wichtig bei den einzelnen Spielstationen, bei denen insgesamt alle Schüler der jeweiligen Klasse mit eingebunden wurden, waren der Zusammenhalt untereinander und das gemeinsame Miteinander. Als Abschluß gab es eine gemeinsame Siegerehrung mit allen Kindern und so ging ein für alle Beteiligten interessanter Tag mit viel Spaß und neu Erlerntem zu Ende, an den die Kinder noch lange denken werden.


Mit dem Fahrrad mussten durch einen Slalomparcours Schilder transportiert werden, die dann an einer Tafel richtig ausgelegt werden sollten.


Gemeinsam musste mit der Feuerwehrspritze durch ein Rohr ein Kübel gefüllt werden. Hier setzte sich die Klasse 4b der Grund- und Mittelschule Inzell knapp gegen die Klasse 4b aus Ruhpolding durch.


Bei der Vorführung der Feuerwehr Ruhpolding kam es zu einem Fettbrand mit einer riesigen Stichflamme. Die Kinder waren völlig überrascht und zugleich begeistert und forderten eine Zugabe dieses ‚Schauspiels‘.

Text und Fotos: Helmuth Wegscheider

 

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