Kooperative Spiele im Wald für die Schulkinder


„Des is ja gor ned so einfach!“ 

Zusammenarbeit statt Konkurrenz –  das war das Motto an der Grund- und Mittelschule Inzell in einer gemeinsamen Aktion mit dem Bergwalderlebniszentrum Ruhpolding. Dabei sollte der Zusammenhalt in der Klassengemeinschaft gefördert werden und die Schüler mussten einen Weg finden, eine gestellte Aufgabe miteinander zu schaffen. Die stellvertretende Rektorin Bernadette Weidner hatte mit dem Bergwalderlebniszentrum Ruhpolding den Kontakt aufgenommen und die beiden Mitarbeiter Reini Koch und Sepp Mörtl waren nun in Inzell vor Ort und „verbrachten“ mit den ersten und zweiten Klassen der Grund- und Mittelschule Inzell einen Tag im Wald. Hier waren die verschiedenen Aufgabenstellungen zu lösen, ganz nach der Vorgabe – Gemeinsam sind wir stark!

Bei den kooperativen Abenteuerspielen sind Selbstvertrauen, Mut und Geschicklichkeit besonders gefragt, aber auch Köpfchen und die Fähigkeit, miteinander zu kommunizieren, werden gefördert. Das merkte man auch insbesondere beim Verhalten der Kinder vor dem Lösen der jeweiligen Aufgabe, denn es gab die verschiedensten Ideen. Es wurde schnell klar, dass einer allein nicht viel ausrichten kann, sondern nur durch den Zusammenhalt und eine gemeinsame Strategie das Problem gelöst werden kann. So war es z.B. nur möglich mit einem wirklich gespannten Seil, an dem alle ziehen, einen Schüler/in über dieses Seil klettert zu lassen und die ‚Gummibärentüte in Sicherheit zu bringen‘. Reini Koch gab, allerdings nur wenn es wirklich notwendig war, wertvolle Tipps dazu. Gemeinsame Ideen werden in die Tat umgesetzt Kooperative Abenteuerspiele bieten für die Kinder eine spannende Möglichkeit, erlebnispädagogische Aktionen mit dem so wichtigen sozialen Lernen in der Gruppe zu kombinieren. Das gemeinsame Handeln, die gegenseitige Unterstützung, die Kooperation zum Bewältigen der nicht alltäglichen Situation steht dabei im Vordergrund, wobei alle Schüler mit eingebunden werden. Dies spiegelt sich auch in den jeweiligen Klassen mit den verschiedenen Charakteren wieder. Stärken und Schwächen nicht nur des Einzelnen, sondern auch der Gruppe werden bei solchen Aufgabenstellungen sichtbar und erlebbar. Kooperative Abenteuerspiele schaffen Lernräume und Lernsituationen mit Herausforderungscharakter für den Einzelnen und für die gesamte Gruppe. Der Wald bietet dafür gerade bei den Kindern ausgezeichnete Bedingungen. Die Gruppenteilnehmer erleben jeder für sich, dass sie nur zum Erfolg kommen, wenn sie sich kooperativ verhalten, eigene Schwächen erkennen oder lernen, diese bei anderen zu akzeptieren und sich dabei in den Dienst der Gruppe zu stellen. Ein Einzelner wird hier wenig Erfolg haben. Gemeinsam müssen die Kinder entscheiden, welche Strategie wohl die Beste ist. Ein Einzelner kann zwar Wortführer sein, muss aber letztlich die Entscheidung der Gruppe akzeptieren. Bei Sepp Mörtl mussten die Kinder über einen angenommen breiten Wassergraben springen, wobei ein in der Mitte hängendes, kaum zu erreichendes Seil als Hilfe dienen sollte. Alle Schüler hatten nun die Aufgabe, das Wasserloch mit den ‚darin liegenden Krokodilen‘ unfallfrei zu überwinden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten stellte diese Übung die Kinder vor keine allzu großen Probleme mehr. „Es ist doch ein sehr großer Unterschied, ob nun eine erste oder zweite Klasse an ein solches Problem herangeht. Allein an der koordinativen Fähigkeit der Kinder merkt man, wie viel ein Lebensjahr in solch jungen Jahren ausmacht“, so Sepp Mörtl, der sich mit dem Engagement der Schüler sehr zufrieden zeigte. Man merkte allen an, welchen Spaß man mit einfachen Mitteln haben kann und wenn alle miteinander an die verschiedenen Aufgaben herangehen. Voller Tatendrang wollte jedes Kind immer wieder drankommen und so verging der Vormittag viel schneller als so mancher glaubte.


Sepp Mörtl (li.) vom Bergwalderlebniszentrum Ruhpolding wollte von den Kindern wissen, wie sie ohne Probleme über den ‚Krokodilgraben‘ springen können nur mit Hilfe des in der Mitte hängenden Seils.


Nur gemeinsam konnten die Gummibären am Baumstamm geholt werden. Dafür war es notwendig, dass alle das Seil ganz straffhielten, so dass ein Schüler dorthin klettern konnte. Reini Koch (li.) vom Bergwalderlebniszentrum Ruhpolding gab dazu wertvolle Tipps.


Reini Koch vom Bergwalderlebniszentrum Ruhpolding erklärte den Schülern der zweiten Klasse die Aufgabe, die von den Kindern gelöst werden musste, um die Gummibärentüte am Baumstamm zu holen. Lehrerin Lisa Koch hörte gespannt zu.


Eine der Aufgaben bei den kooperativen Spielen war, den ‚Graben mit den Krokodilen‘ mit Hilfe eines Seils in der Mitte unfallfrei zu überqueren. Sepp Mörtl (li.) vom Bergwalderlebniszentrum Ruhpolding und Rektorin Elke Thurmayr beobachten die Szene.

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