Inzeller Bäuerinnen und Bauern spenden für die Schule – Grünes Klassenzimmer soll optimiert werden; Schüler besichtigen Wallnerhof


Seit einigen Jahren (Frühling/Sommer 2015) gibt es an der Inzeller Grundschule schon ein ‚Grünes Klassenzimmer‘ im Freien. Das soll dazu genutzt werden, um an schönen Tagen den Unterricht unter freiem Himmel abzuhalten. Eingerichtet wurde dieser besondere ‚Unterrichtsraum‘ von den Schülern und Lehrern der Grund- und Mittelschule Inzell in Zusammenarbeit mit der Gemeinde, dem Bergwalderlebniszentrum, den Schülereltern und freiwilligen Helfern im Bereich des Pausenhofes der Schule. Ziel dabei ist es, dass Schüler in der freien Natur lernen, anstatt im Klassenzimmer zu sitzen.

Allerdings ist es an schönen Tagen oftmals so warm, dass es für die Kinder weniger angenehm ist und die Konzentration schnell nachlässt. Um dieser Situation vorzubeugen, wäre ein großer Sonnenschirm als Schattenspender notwendig. Allerdings muss dieser erst angeschafft und montiert werden. Die Inzeller Bäuerinnen und Bauern haben sich nun entschlossen dieses Vorhaben mit einer Spende von 500,-€ zu unterstützen. Angeregt wurde diese Optimierung durch den Elternbeirat der Schule, der sich dafür eingesetzt und die Organisation übernommen hat. Zusätzlich kümmert sich der Elternbeirat um Sitzkissen für die Holzbänke und den Rest der Finanzierung.

Besonderer Spaß für die Kinder auf dem Bauernhof

Zur Übergabe des Schecks besuchte die Klasse 2b der Inzeller Grundschule mit Klassenlehrerin Bernadette Remmelberger (zugleich stellvertretende Rektorin) den Biohof Wallnerbauer in Inzell und lernten alles über die Viehhaltung. Vor zwei Wochen war diese Klasse bereits bei den Milchwerken in Piding, um sich ein Bild zu machen, wie die Milch verarbeitet wird. Nun durften die Zweitklassler genau erfahren, wie auf so einem Biohof alles abläuft. Landwirt Georg Kamml (zugleich Obmann des Inzeller Bauernverbandes) zeigte den Kindern die Tiere, die auf dem Hof leben (Kühe, Kälber, Hühner, Schweine, Esel und Katzen) und erklärte ihnen, wie viel Milch eine Kuh gibt. Dazu wurde erläutert, welche Nahrung sie zu sich nimmt, wie viel Wasser sie am Tag trinkt und welche Menge an Futter sie fressen muss, um genug Milch zu produzieren. Anschließend fuhren die Schüler mit dem Traktor (Sitzbänke auf dem Anhänger) zur Halle, in der das Heu aufbewahrt wird und durften im Heu Gaudi machen. „Des Heuhupfen war des oller scheenste vom Bauernhof oschaun“, waren sich die Kinder einige und wollten gar nicht mehr aufhören.

Erlös der Spende von der Pfingstroas

Bei der Pfingstroas gibt es jedes Jahr einen Stand des Inzeller Bauernverbandes mit regionalen Leckerbissen, die an den Mann bzw. Frau gebracht werden. In diesem Jahr lief das Geschäft erfreulich gut, so dass die Vorstandschaft sich entschloss, dem Ort wieder was zurück zu geben. „Bei uns arbeiten bei der Pfingstroas im 40 Leute in zwei Schichten ehrenamtlich beim Stand der Bauern und somit haben wir auch für das Personal keine Ausgaben. Es bleibt immer ein bißchen was übrig, das wir für einen guten Zweck spenden können“, so die Ortsbäuerin Helga Kamml. Dieser Stand dient aber nicht nur dem Zweck anschließend Spenden zu verteilen, sondern auch der Öffentlichkeitsarbeit, um die Notwendigkeit und Bedeutung des Bauerstandes herauszuheben. Inzell betreibt seit zehn Jahren gentechnikfreie Landwirtschaft und hat sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

 


Die Klasse 2b der Inzeller Grundschule war auf dem Biohof Wallnerbauer und durfte sich kundig machen über die Milchproduktion. Darüber hinaus übergaben die Inzeller Bäuerinnen und Bauern an die stellvertretende Rektorin Bernadette Remmelberger einen Scheck über 500,- Euro für das ‚Grüne Klassenzimmer‘. Mit der zweiten Klasse freuten sich hinten v.li. Elternbeiratsvorsitzende Sabine Schwangler, Monika Rieder-Schweikl (Schatzmeisterin), Bernadette Remmelberger, Bauernobmann Georg Kamml, Ortsbäuerin Helga Kamml, Marianne Eicher und Erika Steinbacher.

 


Die stellvertretende Rektorin der Inzeller Grundschule Bernadette Remmelberger führte mit Bauerenobmann Georg Kamml Fachgespräche über die Michkuhhaltung.

 


Die freien Minuten beim Biohof Wallnerbauer nutzten die Schüler der 2b zum Kicken auf dem Bolzplatz vor dem Haus.

 


Die Lehrerin Bernadette Remmelberger zählte die Kinder nochmal ab, bevor es mit dem Bus zurück ging zur Schule.

 

Helmuth Wegscheider

 

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