Projekt unserer 4. Klassen mit dem Bergwalderlebniszentrum – Winterschäden am Bergwalderlebnispfad wurden behoben


Kurz vor den Ferien ist immer ein guter Zeitpunkt für Unternehmungen in der Schule und so gab es auch in diesem Jahr wieder die Kooperation mit dem Bergwalderlebniszentrum Ruhpolding. Diese machte es möglich, dass die Schüler den Bergwalderlebnispfad von Adlgaß zum Frillensee nach den großen Schneemassen wieder herrichten durften. Die Klassen 4a und 4b der Inzeller Grundschule mit ihren Klassenlehrern Anja Kreil und Sönke Stollenmaier arbeiteten unter der Leitung von Reinhard Koch und seinen Kollegen vom Bergwalderlebniszentrum in Ruhpolding. Viele Aufgaben standen an und mussten erledigt werden. An drei Tagen gingen die Schüler ans Werk und waren vollen Tatendrang. „Man merk mit wie viel Eifer die Kinder dabei sind und was sie alles machen wollen“, so Hans Gasser, der eine Gruppe von zehn Mädels unter seinen Fittichen hatte. Der Hochstand wurde durch die Schneemassen in Mitleidenschaft gezogen und auch viele Tiere, die von dort aus zu beobachten sind. Der Hochstand musste abgestützt und das Dach ausgebessert werden. Bei einigen Tieren war es notwendig, teilweise freigeschnitten zu werden und die anderen mussten wieder aufgestellt und mit neuen Stützen versehen werden. „Wir müssen alles wieder herrichten, so dass auch andere Kinder die Tiere suchen können“, so ein Mädchen aus der 4b, die sich mit ihren Schulfreundinnen sogar ein eigenes Lied ausdachte und die Dirndl das auch immer wieder sangen. So macht die Arbeit natürlich noch mehr Spaß.

Baumtelefon wurde erneuert
Nicht mehr ganz funktionsfähig war das Baumtelefon und deshalb gab es keine andere Möglichkeit, als ein neues zu errichten. Dafür wurde ein Baum gefällt, der Stamm ausgehöhlt und die Rinde entfernt, wofür die Buam bestens geeignet waren. „Des Schepsen geht richtig guad, wenn der Bam nu ganz saftig is. Teilweise kon ma de Rink a mid da Hand owaziang“, zeigten sich die Schüler begeistert. Nach getaner Tat wurde das Baumtelefon natürlich auch gleich ausprobiert.

Auch der Platz zur Demonstration von einem Kubikmeter Holz und dem jeweiligen Heizwert war nicht mehr vom Allerfeinsten. Einige Hackschnitzel fehlten und auch die Rundlinge waren verstreut und durcheinander. Lorenz Gschwendtner hatte hier die Aufsicht und gab die notwendigen Anweisungen. Die angelieferten Hackschnitzel wurden mit Eimern zum Kubikmeterwürfel getragen und dort eingefüllt. Ebenso wurde der Platz rundherum mit den feinen Holzschnitzel ausgelegt. Nun sieht wieder alles sehr ordentlich aus.

Neuer Autogramm-Stamm aufgestellt
Der alte Autogramm-Stamm war zwar nicht vom vielen Schnee geschädigt, allerdings ist dieser bereits vollgeschrieben und -geschnitzt, so dass kaum mehr ein Platz zu finden ist, um seine Buchstaben dort unterzubringen. Deshalb suchten einige Buam unter der Leitung von Reini Koch einen neuen Baumstumpf und stellten diesen neben den anderen beiden auf. Nun ist es wieder möglich an der Unterstandshütte hinten am Frillensee, seine Initialen in den Baum zu ritzen und sich so zu verewigen.

Sepp Mörtl war mit seiner Gruppe unter anderem für das Xylophon zuständig, bei dem viele Klangteile erneuert werden mussten. Zudem waren einige Stützen schadhaft und diese wurden gegen neue ausgetauscht. Nachdem alles einigermaßen wieder hergerichtet war, wollten die Schüler natürlich das Klangspiel auch gleich ausprobieren, doch die Funktion war noch nicht ganz gewährleistet, denn seitens der Gemeinde müssen noch einige Eisenteile angeschweißt werden, was in den nächsten Tagen passieren soll. Viel Arbeit war in den drei Tagen zu verrichten und das machte natürlich hungrig. „Es ist schon komisch, wie viel die Schüler essen können. Immer wieder wollten sie Brotzeit machen. Anscheinend ist der Appetit in den Bergen besonders groß“, so Reini Koch, der Hauptorganisator dieser Kooperation zwischen Schule und Bergwalderlebniszentrum. Zu guter Letzt wurden die Schüler mit ihren Lehrern und den Verantwortlichen für die jeweiligen Stationen Hans Gasser, Sepp Mörtl, Lorenz Gschwendtner, Sebastian Blaschke und Reini Koch noch besonders belohnt. Für alle gab es am dritten Tag beim Forsthaus Adlgaß noch ein Mittagessen mit Getränk, so dass sich alle bestens gestärkt in die Ferien verabschieden konnten. Ein herzliches Vergeid’s God an die Familien Pastötter, Maier und Waldherr für die Verköstigung und die gute Aufnahme der Kinder. Inzells Rektorin Elke Thurmayr zeigte sich vollauf zufrieden mit dem Einsatz, der Zusammenarbeit und der guten Gemeinschaft beim Herrichten des Bergwalderlebnispfades.


Ein neuer Autogramm Stamm wurde notwendig, da die beiden alten schon nahezu vollgeschrieben waren. Der Koordinator vom Bergwalderlebniszentrum in Ruhpolding Reini Koch war mit seiner Gruppe für das Herrichten und Aufstellen verantwortlich.


Hans Gasser hatte lauter Dirndl unter seinen Fittichen, doch diese waren voller Tatendrang beim Abstützen des Hochstandes und Aufstellen der von dort zu beobachtenden Tiere, die der viele Schnee umgedrückt hat.


Neue Hackschnitzel wurden in den aufgestellten 1m³ Korb eingefüllt und auch der Platz rundherum neu ausgestreut. Darüber sehr zufrieden war Lehrerin Anja Kreil (hinten kniend).


Wer arbeitet, wird auch dreckig und deshalb gab es die Möglichkeit, bevor es zum Mittagessen Richtung Forsthaus Adlgaß ging, sich im Bach zu waschen und auch die Schuhe und Kleidung zu säubern.


Viele Freude hatte die Gruppe von Sepp Mörtl beim Herrichten des Xylophons, das nach einer abschließenden Schweißarbeit durch die Gemeinde wieder bestens funktionieren sollte.

Text und Bilder: Helmuth Wegscheider

 

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