Viertklässler bringen den Bergwalderlebnispfad auf Vordermann
Kurz vor den Ferien ist immer ein guter Zeitpunkt für Unternehmungen in der Schule und so gab es auch in diesem Jahr wieder die Kooperation mit dem Bergwalderlebniszentrum Ruhpolding. Diese machte es möglich, dass die Schüler den Bergwalderlebnispfad von Adlgaß zum Frillensee wieder herrichten und auf Vordermann bringen durften. Die 4. Klassen der Inzeller Grundschule arbeiteten mit ihren Klassenlehrern Sönke Stollenmaier, Birgit Gangkofner und Doris Eckl unter der Leitung von Reini Koch und seinen Kollegen vom Bergwalderlebniszentrum in Ruhpolding. Viele Aufgaben standen auch in diesem Jahr wieder an und mussten erledigt werden. An drei Tagen gingen die Schüler ans Werk und waren voller Tatendrang.
Das Motto für diese Arbeiten am Frillensee war von Haus aus klar: „Alle dürfen alles machen“. Interessant war für einige Kinder natürlich der erstmalige Umgang mit dem Akkuschrauber oder anderen Werkzeugen. „Die Kinder können das, man muss sie nur machen lassen. Dann ist die Freude umso größer, wenn sie selbst etwas entwickeln und bauen können“, so Reini Koch vom Bergwalderlebniszentrum.
Dieses Jahr stand vor allem der Neubau des Klangkobels am Frillensee auf dem Programm. „Bewaffnet“ mit viel Werkzeug ging es am ersten Tag an das Abreißen des in die Jahre gekommenen Klangkobels. Die Kinder hatten sichtlich Spaß daran, mal etwas „kaputt“ machen zu dürfen. Im neuen Fundament durften sich dann die Viertklässler mit ihren Handabdrücken verewigen. In den folgenden Tagen wurde ein neues Häuschen aus einem Baumstamm aufgestellt und eine Holztüre eingebaut. Das Dach wurde von den fleißígen Helfern aus vielen Brettern zusammengeschraubt und genagelt. Am Ende wurde es nach oben gebracht. Jetzt können im Klangbaum wieder die verschiedenen Geräusche aus dem nahegelegenen Bach und die Klänge des Waldes gehört werden.
Eine andere Gruppe deckte das Dach einer Schautafel zum Totholz neu ein. Dazu mussten Holzlatten auf dem Dach festgenagelt werden. Da hörte man um den sonst so ruhigen Frillensee ein mehrstimmiges Hammerkonzert. Totholz entsteht durch das Absterben von Bäumen und Ästen aufgrund biologischer und physischer Ereignisse. Eine Vielzahl von Organismen hat sich an diese Lebensstätte angepasst. Vögel, Insekten, Kleinsäuger, Amphibien und Pilze erfüllen dort einen toten Baum mit Leben, zersetzen ihn allmählich und bringen so die in ihm gebundenen Nährstoffe in den natürlichen Kreislauf zurück. Die Schüler wissen nun, dass abgestorbene Bäume somit die Artenvielfalt vermehren.
Abschließend wurden noch kleinere Arbeiten erledigt. Zum Beispiel wurden die Sträucher im Labyrinth und am Wegesrand geschnitten.
Für die Kinder war es eine tolle Zeit draußen in der Natur, in der sie mit anpacken durften und viele neue Erfahrungen sammeln konnten. Insgesamt waren es wieder drei sehr interessante Tage mit einer wichtigen Aufwertung für den Walderlebnispfad. Vielen herzlichen Dank dafür an Reini Koch und sein Team des Bergwalderlebniszentrums Ruhpolding für dieses interessante Projekt.