Projekttag

Ein Schultag der besonderen Art

24 Projektgruppen brachten Inzeller Grundschulkindern Spiel, Spaß und gute Laune

Kurz vor den Sommerferien veranstaltete die Grundschule Inzell für ihre knapp 160 Schüler einen ganz besonderen Schultag. Für diesen "Projekttag" wählten die Kinder vorab aus vielen attraktiven Angeboten ihre Favoriten aus. Lehrerin Katharina Holzner teilte die Grundschüler nach deren Wünschen in eine der Projektgruppen ein. Zur Auswahl standen heuer 24 Angebote aus dem kulinarischen, künstlerischen, musischen, kreativen, sozialen und sportlichen Bereich.

Kulinarische Genüsse im Angebot
Die Inzeller Bäuerinnen unter Federführung von Nicole Dufter waren auch heuer wieder tatkräftig beim Inzeller Projekttag dabei und boten die Herstellung einer "Genussvollen Vielfalt" an. Brezen und Brot formte, backte und probierte eine Schülergruppe zusammen mit Schulassistent Niklas Hobmaier bei Bäckermeister Hubert Höck in der Backstube der Bäckerei. Dabei erfuhren sie auf ganz anschauliche Weise, woraus die Backwaren bestehen und wie viel Arbeit täglich nötig ist, bis die Regale und Körbe im Laden wieder gefüllt sind.

Stark vertreten der künstlerische und kreative Bereich
Die Inzeller Bürgerin Erna Holzner, selbst passionierte Theaterspielerin, brachte ihre Projektgruppe auf die "Bretter, die die Welt bedeuten". Anhand von Sketchen wurden gemeinsam Charaktere erarbeitet und Sprechrollen eingeübt. Am Ende präsentierte die Gruppe eine lustige Comedy-Show. Schul-Hausmeister Markus Steinbacher baute mit seinen Projektkindern Murmelbahnen aus Holzresten. So durften die kleinen Baumeister einen ganzen Vormittag sägen, hämmern und schrauben. Die fertigen Kunstwerke präsentierten die Kinder stolz der Schulfamilie und nahmen diese anschließend mit nach Hause.

Im Kunstraum der Inzeller Grundschule wurde es richtig bunt. Hier malten die kleinen Künstler mit Grundschullehrerin Birgit Gangkofner nach Zahlen. Lehrerin Kristina Maue-Limbach entführte die Kinder ihrer Gruppe in die Kunst der 60 Jahre. Dies war für alle sehr interessant, denn in diesem Jahrgang wurde das Inzeller Schulhaus gebaut. Kurt Thurmayr, Schüler des Annette-Kolb-Gymnasiums in Traunstein, produzierte mit seiner Projektgruppe "Filmfabrik" kleine Stopp-Motion-Filme. Diese werden in den kommenden Schulwochen für alle Schüler in der Aula vorgeführt.

Die beiden WG-Lehrerinnen Beate Dufter und Kyra Maier stellten mit ihrer Projektgruppe Meisterwerke aus Ton her. Die tollen Traumfänger wurden anschließend von den Fachlehrerinnen gebrannt. Danach durften die Kinder ihre Kunst in den darauffolgenden Schultagen mit nach Hause nehmen. Lehrerin Lisa Koch filzte zusammen mit ihrer Tochter Amelie und den Projektkindern farbenfrohe Blumen. Auch hier war die Freude über ihre Ergebnisse bei den Teilnehmern groß.

Musisch ging es mächtig zur Sache
Vertreten durch Musikschulleiter Markus Gromes und seiner Sekretärin Christine Heinemann bot die Musikschule Inzell eine Instrumenten-Schatzsuche in ihren Räumen an. Gespannt folgten die Kinder der Fährte und wurden am Ende von einem Überraschungsschatz belohnt. Die beiden Schulassistentinnen Sophia Maier und Indira Widnyana betreuten die Gruppe "Inzell's next Topmodel". Haare, Kleidung und Make-Up mussten perfekt sitzen, bevor man sich auf den Laufsteg wagte und Laufübungen absolvierte. Am Ende der Veranstaltung liefen alle kleinen Models perfekt gestylt auf der Bühne und erhielten einen großen Applaus von ihrem Publikum. Unter dem Titel "Inzell sucht den Superstar" bot Grundschullehrerin Katharina Garaczi für ihre Schülergruppe Karaoke-Singen an. Selbstverständlich gab es später für alle eine kleine Kostprobe. "Kleine Musik - Große Freunde" bereitete Lehrer Sönke Stollenmaier seiner Projektgruppe mit dem Instrument der Ukulele. Am Ende des Projekttages spielten alle gemeinsam ein Lied auf dem Instrument und bewiesen ihr Können in der Schulaula. Mit seiner "Weihrauchwerkstatt" begeisterte Diakon Andreas Nieder die Schüler seiner Projektgruppe. Am Ende des Vormittags entstand ein selbst gebastelter Weihrauchständer, der im Pausenhof von der Gruppe auf Funktionsfähigkeit ausprobiert werden durfte.

Der Bereich Sport durfte selbstverständlich nicht fehlen
Heiß begehrt bei den Buben war die Projektgruppe "Kicken statt Pauken", die Student Niklas Seehuber leitete. Die Jungs waren in der Schulturnhalle alle mit Eifer bei der Sache und wollten am Ende gar nicht mehr aufhören. Sportlich ging es auch bei Pfarrer Thomas Seitz zu. "Ein tierischer Ausflug mit den Alpakas" hieß seine Projektgruppe. Mit Unterstützung von Alpakabesitzer Andreas Baueregger und Studentin Kristina Bührmann machte er sich mit seiner Schülergruppe auf einen langen Spaziergang mit den Tieren durch Inzell. Die Bergwacht Inzell unterstützt von Lehrerin Nicole Rothgänger war beim Projekttag auch wieder aktiv dabei und lehrte die Kinder unter dem Motto "Der Berg ruft" einige Kletterübungen und das richtige Verhalten im Gebirge. Zu einer Expedition in den Wald luden Lehrerin Eva Zauner und Waldpädagogin Renate Mittermaier vom Bergwalderlebniszentrum in Ruhpolding an. Dort erlebten die Kinder die Wunder der Natur. Am Ende gestalteten sie gemeinsam mit Naturmaterialien ein tolles Bodenbild auf dem Pausenhof. "Stark wie ein Löwe" fühlten sich die Kinder, die Trainer Adi Bernard in seinem Dojo während des Schulvormittags betreute. Sie lernten sich selbst zu vertrauen und sich in Krisensituationen gut zu verteidigen. Tanzpädagoginnen Heidi Weidinger und Iryna Nesvit boten ihren Projektkindern an, einen Tanz für das Schulfest zu erlernen. Dabei performten die Kinder mit bunten Pompoms und konnten nach kurzer Zeit eine tolle Vorführung abliefern.

Sozialer Bereich
Der AWO-Kindergarten "Falkenstein" nahm mehrere Inzeller Grundschüler auf, die an diesem Tag in ihre frühe Kindheit zurück versetzt werden sollten. "Da werden Erinnerungen wach" hieß die Projektgruppe, die AWO-Leitung Stephanie von Haugwitz betreute. Lehrerin Katharina Seehuber bot mit dem Titel "Wasserspaß und Kescherabenteuer" ein feucht-fröhliches Wasservergnügen an, bei dem die Kinder allerhand Erfahrungen am Bach machen durften. Gemütlich ging in der  "Lesegruppe" zu. Bei einer Tasse Tee wurden gemeinsam mit Lehrerin Kathrin Singer-Zellner Bücher und Zeitschriften gelesen und darüber gesprochen.

Die rasenden Reporter dokumentierten alle Projektgruppen
Damit alle Veranstaltungen für die Chronik der Nachwelt erhalten bleiben, machten sich die rasenden Reporter zusammen mit Schulsekretärin Gitti Hobmaier auf den Weg zu allen Projektorten. Es wurden Fotos gemacht und Interviews geführt, die auf i-Pads gefilmt wurden. So entstanden viele schöne Erinnerungen, die die Kinder und alle Projektleiter noch lange an diesen schönen und ganz besonderen Schultag erinnern werden.

Ein herzliches Dankeschön an alle ehrenamtlichen Mithelfer!