Inzeller Grundschüler schnuppern Zirkusluft und begeistern mit ihrem Auftritt
An der Grundschule Inzell fand das Jahresthema „Zirkus“ mit einer abwechslungsreichen Projektwoche nach dem gelungenen Zirkus-Schulfest seinen besonderen Abschluss.
Anfang Juli 2026 verwandelte sich der Schulalltag in eine bunte Welt voller Magie, Mut und Begeisterung. Rund 160 Schülerinnen und Schüler der ersten bis vierten Klassen durften eine Woche lang gemeinsam mit dem Projektcircus Renz in die faszinierende Welt der Manege eintauchen. Das eigens für diese Woche aufgestellte Zirkuszelt neben der Max-Aicher-Arena wurde dabei zu einem besonderen Lernort, an dem Vertrauen, Teamgeist, Kreativität und persönliche Entwicklung im Mittelpunkt standen.
Unter der Anleitung der erfahrenen Zirkusfamilie Renz trainierten die Kinder täglich in verschiedenen Gruppen. Ob als Moderatoren, Seiltänzer, Jongleure, Luft- und Bodenakrobaten, Trapezkünstler, Clowns oder Zauberer – jedes Kind fand seine eigene Rolle und konnte seine Stärken entdecken. Mit viel Geduld und professioneller Unterstützung lernten die jungen Artisten neue Bewegungsformen kennen, wagten sich an Trapez und Seil, studierten Formationen ein und begeisterten mit Zaubertricks. Beeindruckend war dabei auch die professionelle Arbeit des Zirkusteams. Mit klaren Ansagen, festen Kommandos und viel Erfahrung führten die Zirkuspädagogen die Kinder durch die Trainingszeiten, sodass die Abläufe schnell sicher und reibungslos funktionierten. Immer wieder wurde die Bedeutung von Teamgeist, gegenseitiger Rücksichtnahme und Verlässlichkeit betont. Die Kinder lernten, dass eine gelungene Vorstellung nur möglich ist, wenn jeder seinen Teil beiträgt und sich auf die anderen verlassen kann. Auch wenn zwischendurch einmal die Aufmerksamkeit nachließ, sorgten klare Hinweise und konsequente Begleitung dafür, dass alle wieder konzentriert bei der Sache waren.
Den krönenden Abschluss bildeten die beiden Galavorstellungen am Freitagnachmittag und -abend, zu denen das Zelt bis auf den letzten Platz gefüllt war. Bereits eine Stunde vor Beginn verwandelten sich die Kinder beim Schminken und Kostümieren in echte Zirkusstars. Für eine besondere Überraschung sorgte die Schulleiterin Elke Thurmayr, die passend zum Anlass als Clown kostümiert in die Manege kam und damit für viele staunende Gesichter und herzliche Lacher sorgte. Vor einem begeisterten Publikum aus Eltern, Großeltern, Verwandten und Freunden präsentierten die Grundschüler stolz ihr Können. Die rund 90-minütigen Vorstellungen überzeugten mit eindrucksvollen Darbietungen, viel Humor, artistischem Geschick und strahlenden Kinderaugen. Der langanhaltende Applaus war der verdiente Lohn für eine Woche intensiven Übens.
Auch Zirkusdirektor Francesco Renz und sein Team zeigten sich beeindruckt vom Engagement der Kinder. Der Projektzirkus begeistert seit vielen Jahren Schulkinder in ganz Deutschland und ermöglicht ihnen besondere Erfahrungen in der Welt des Zirkus. Weitere Informationen gibt es unter https://projektcircusrenz.de.
Auch die Lehrerschaft der Grundschule Inzell zog ein äußerst positives Fazit und hob die beeindruckenden Fortschritte der Kinder hervor, die sie innerhalb weniger Tage erzielt hatten. Besonders betont wurden dabei auch das engagierte, disziplinierte und respektvolle Verhalten der Kinder sowie ihr großer Zusammenhalt während des gesamten Projektes.
Die Zirkuswoche war weit mehr als ein außergewöhnliches Schulprojekt. Sie stärkte das Selbstvertrauen der Kinder, förderte Konzentration und Koordination und ließ sie ihr Körpergefühl, ihre Kreativität und Ausdruckskraft weiterentwickeln. Die Kinder erfuhren, dass Mut wächst, wenn man sich Herausforderungen stellt, und dass jeder Mensch besondere Talente in sich trägt. Zugleich erlebten sie die Bedeutung von Zusammenhalt, gegenseitiger Unterstützung und Teamarbeit. Viele wuchsen über sich hinaus, überwanden Ängste und spürten, was mit Übung, Ausdauer und Vertrauen möglich ist. Die Projektwoche schenkte ihnen unvergessliche Momente voller Freude, Stolz und Gemeinschaft – und verwandelte die Manege für einige Tage in das schönste Klassenzimmer der Welt.
Zum Gelingen des Projekts haben zahlreiche Unterstützer beigetragen. Ein besonderer Dank gilt Lehrerin Lisa Koch für die engagierte Organisation, der Gemeinde Inzell sowie Stadionleiter Michael Dießbacher von der Max-Aicher-Arena für die Bereitstellung des Platzes. Ebenso gilt der Dank dem Förderverein der Grundschule Inzell sowie den regionalen Banken VR-Bank Oberbayern Südost und meine Volksbank Raiffeisenbank für ihre finanzielle Unterstützung. Dadurch konnte der Teilnahmebeitrag für die Kinder von 20 Euro auf nur 6 Euro reduziert werden. Ein weiterer Dank gilt den Eltern, die beim Auf- und Abbau des Zeltes tatkräftig mitgeholfen haben. Solche Veranstaltungen sind nur möglich, wenn viele gemeinsam anpacken – dafür ein herzliches Vergelt’s Gott!